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!! ausstellung !! exhibition [atmoˈsfɛːrə]zwei – atmospheretwo

!! eine projektidee von a project idea by claudia olendrowicz
mit arbeiten von with works by francesca banchelli, lan hungh, claudia olendrowicz &
massimo ricciardo

Die Atmosphäre steht zwischen uns und dem Weltall, dem riesigen Unbekannten. Bekannt ist sie uns, da wir sie in unserem alltäglichen Sprachgebrauch benutzen. Sie begleitet uns. Die Atmosphäre ist die Lehre des sinnlichen Spürens - sensibel reagieren unsere Sinne auf das, was uns umgibt. Wir spiegeln uns in den Dingen, die wir wahrnehmen, die wir bemerken aus der Masse möglicher Eindrücke.

Ein zweites Mal konzentriert sich die Gruppenausstellung atmosphärezwei auf Arbeiten, die alltägliche Phänomene wahrnehmen und analysieren. Das Licht kann eine Grenze sowie einen Übergang von verschiedenen Räumen, Realitäten und Gedanken bedeuten. Diese Kapazität wurde von Francesca Banchelli in eine raumbezogene Installation umgesetzt. In der plakatierten Fotografie von Massimo Ricciardo definiert Licht, zusammen mit der Bewegung, die finale Expression. Bei Lan Hungh lässt das einfallende Licht sein Objekt, einen Nagelklipper, schwebend wirken. Er kehrt somit zur Substanz der einstigen Skizze zurück. Claudia Olendrowicz konzipiert ein Objekt über das Element Wind. Gegeben/rational begleitet der Wind Gedanken, stützt Stimmungen, lässt Ahnungen zu, speichert Erinnerungen. Atmosphärisch aufgeladen kehren die Dinge zu ihren Wurzeln zurück und präsentieren sich in ihrer natürlich, rationalen Form. Die Zusammenstellung der Ausstellung ist angelehnt an das System Basis/Atmosphäre = raumbezogene Arbeit/drei weitere künstlerische Arbeiten – die Elemente. Objektiv ist das Gefüge hergestellt, ob sich tatsächlich eine Atmosphäre entwickelt und was die wahre Gestalt dieses Begriffs ausmacht, soll dem Betrachter als nachwirkende Frage bestehen bleiben.
 
In der Wahrnehmung spürt das Ich nicht nur die Anwesenheit von etwas, sondern es spürt es leiblich und spürt sich dabei auch selbst.
Gernot Böhme, Aisthetik, München 2001

It stands between us and the universe, the gigantic unknown. It is known to us as we use it in our everyday life, it accompanies us. The atmosphere is the theory of the sensual awareness – the senses are activated, they react sensitively towards what stands in the space. We reflect ourselves in the things we are perceiving; the ones we notice among the mass of possible impressions. 

For the second time  a group exhibition atmospheretwo concentrates upon everyday phenomena and its atmosphere in a sensitive way. Light underlines the perception of borders – borders of space, borders of thought. This capacity has been processed into a site specific installation by Francesca Banchelli. On the placarded photograph of Massimo Ricciardo light, that together with movement, forms and defines the body and the final expression. The occurring light lets Lan Hungh’s nail clipper to look airy, it returns to its substance, to the former sketch.  Claudia Olendrowicz reflects upon the wind phenomenon, given or rational it supports moods, it provides foreshadowing of what will happen. It stores memories. Atmospherically charged, the things are turning back towards their roots and present themselves in their natural, rational form. The combination of the works in the exhibition are following the system base/atmosphere = site specific artist work/three other artistic works - elements. Objectively the structure has been formed. If the atmosphere will be surely developed and what the real shape of the term atmosphere is about, that will be left as a question for the spectator.

In the perception the ego is not only feeling the presence from something, rather it senses it bodily and senses itself thereby. 
Gernot Böhme, Aisthetik, München 2001